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glutenfreier sauerteig-starter
Durra • Buchweizen • Teff • Hirse
Einen Sauerteig von Grund auf mit da Carlas reinem Vollkornmehl herzustellen, ist die ultimative Art, die Kraft der natürlichen Fermentation zu entdecken. Mit unseren Mehlsorten aus Teff, Durra, Buchweizen und Hirse bekommst du eine lebendige Kultur, die deinem Brot einen fantastischen Auftrieb, mehr Tiefe im Geschmack und eine bessere Verträglichkeit verleiht.
Hier zeigen wir dir, wie du deinen Starter in nur wenigen Tagen zum Leben erweckst.
Zutaten:
TAG 1
50 g da Carla Mehl
50 g lauwarmes Wasser (ca. 28 °C)
optional: 1 msk geriebener Bio-Apfel.
TAG 3-7
50 g da Carla Mehl
50 g lauwarmes Wasser (ca. 28 °C)
Buchweizen
Verhalten: Das ist der aktivste und am schnellsten wachsende Starter. Er kommt oft als Erster in Gang, ist aber auch extrem saugfähig.
Wasserbedarf: Am höchsten. Wir haben festgestellt, dass Buchweizen Flüssigkeit sehr schnell aufsaugt. Wird der Teig zu fest, schaffen es die Blasen nicht, sich auszudehnen und den Teig anzuheben. Gib beim Füttern gerne 5–10 g zusätzliches Wasser dazu, um die Konsistenz cremig zu halten.
Teff
Verhalten: Eine sehr zuverlässige Mehlsorte mit stabiler Triebkraft. Bei Teff sehen wir am deutlichsten, wie der Sauerteig oben eine gewölbte Kuppel (eine „Dome“) bildet, wenn er bereit zur Verwendung ist.
Wasserbedarf: Normal. Hier funktioniert meist ein Verhältnis von 1:1 (gleiche Teile Mehl und Wasser) am besten. Strebe eine Konsistenz an, die einem richtig dicken Rührkuchenteig ähnelt.
Durra
Verhalten: Startet oft etwas ruhiger als Buchweizen und Teff, baut aber im Laufe der Zeit eine starke und stabile Kultur auf. Er zeichnet sich durch einen sehr milden, angenehmen Duft aus, der an Blumen erinnert.
Wasserbedarf: Mittel. Durra ist einfach zu handhaben und hält die Feuchtigkeit ausgeglichen, ohne große Anpassungen zu erfordern.
Hirse
Verhalten: Kann etwas schwieriger in Gang kommen, weshalb der geriebene Apfel hier besonders wichtig ist. Wir haben festgestellt, dass Hirsesauerteig anfangs oft etwas wässrig aussehen kann, bevor die Fermentation richtig in Schwung kommt – das ist völlig normal und stabilisiert sich nach ein paar Fütterungen.
Wasserbedarf: Niedrig bis mittel. Achte darauf, dass er später nicht zu dünnflüssig wird; er braucht eine gewisse Festigkeit, um die Luft zu halten und sich von der Markierung zu erheben.
So machst du es:
Tag 1: Aktivierung
Mische Mehl und geriebenen Apfel (optional) im Glas. Gib das Wasser in mehreren Schritten dazu. Verschiedene Mehle saugen unterschiedlich viel Flüssigkeit auf, also beginne vorsichtig. Das Ziel ist ein dicker, gleichmäßiger Brei. Rühre um, lege den Deckel locker aufliegend auf, markiere den Stand an der Oberfläche mit einem Gummiband oder einem Kreidestift und stelle das Glas an einen warmen Ort (24–26 °C), z. B. oben auf den Kühlschrank.
Tag 2: Sauerstoffzufuhr & Beobachtung
Heute fügst du nichts Neues hinzu. Öffne das Glas und rühre um, um Sauerstoff zuzuführen. Der Duft ist bisher neutral und mehlig. Siehst du eine Flüssigkeitsschicht oben? Das nennt man Hooch und ist völlig ungefährlich. Es bedeutet nur, dass der Sauerteig hungrig ist oder sich das Mehl abgesetzt hat. Gieße es nicht weg – rühr es einfach wieder unter für zusätzlichen Geschmack.
Tag 3: Aktivität beurteilen
Achte auf kleine Bläschen. Wenn dein Starter blubbert, ist es Zeit für die erste Fütterung (siehe unten).
Wenn du noch keine Bläschen siehst – keine Sorge! Manche Mehlsorten brauchen 6–24 Stunden extra, um aufzuwachen. Lass ihn noch einen Tag stehen und rühre ihn ab und zu um, bevor du mit der Fütterung beginnst.
Tag 3 (oder 4): Erste Fütterung
Wenn es blubbert, ist es Zeit für die erste Fütterung:
- Gieße die Hälfte des Inhalts weg (Discard – heb ihn für Pfannkuchen oder Muffins auf!).
- Gib 50 g neues Mehl dazu.
- Gib ca. 50 g Wasser in mehreren Schritten dazu. Die Konsistenz sollte cremig, aber stabil sein.
- Markiere das Glas (mit Gummiband oder Stift) auf Höhe der Oberfläche, um die Entwicklung zu verfolgen.
Tag 4 und weiter:
Wiederhole die Fütterung einmal pro Tag. Wenn der Sauerteig konsequent blubbert und ca. 6–12 Stunden nach einer Fütterung gut duftet, ist es Zeit, dein erstes Brot zu backen!
Wann ist der Sauerteig einsatzbereit?
Normalerweise dauert es 5–7 Tage, bis der Sauerteig genug Kraft aufgebaut hat, um Brot zu backen, aber verlass dich nicht blind auf den Kalender. Achte auf diese drei Anzeichen, dass es deinem da Carla-Sauerteig gut geht:
- Der Duft: Das ist dein wichtigster Beweis! Der neutrale Mehlduft ist jetzt einem angenehmen, frischen und säuerlichen Duft gewichen – denk an Hefe, säuerliches Obst oder Sauermilch. Es sollte ein Duft sein, der einladend und frisch wirkt.
- Die Bläschen: Du siehst deutliche kleine Bläschen durch das Glas und an der Oberfläche.
- Die Form: Statt nur flach dazuliegen, siehst du, dass sich der Sauerteig etwas erhoben hat. Manche Mehle bilden oben eine kleine „Dome“ (Kuppel). Er muss sich nicht verdoppeln (was glutenfreie Sauerteige selten tun), solange er sich lebendig und luftig anfühlt und sich von deiner ursprünglichen Markierung erhebt.
Timing und Planung
Sobald der Sauerteig etabliert ist, erreicht er meist nach ca. 6–12 Stunden bei Raumtemperatur seinen Höhepunkt (wenn er am aktivsten und backbereit ist).
- Zum Backen am Abend: Füttere deinen Starter morgens (ca. um 7:00 Uhr).
- Zum Backen am Morgen: Füttere deinen Starter am Abend zuvor spät.
Aufbewahrung im Kühlschrank
Wenn du nicht jeden Tag backst, kann der Sauerteig mit fest schließendem Deckel im Kühlschrank stehen. Wir haben festgestellt, dass er 1–2 Wochen ohne Fütterung gut übersteht. Wenn es wieder Zeit zum Backen ist, holst du ihn heraus und fütterst ihn einmal bei Raumtemperatur, damit er wieder zum Leben erwacht.
Das Gleiche gilt für deinen Discard (den Überschuss). Sammle ihn in einem Glas im Kühlschrank; er eignet sich hervorragend als Geschmacksverstärker in Pfannkuchen oder Muffins, auch wenn er eine Weile ungefüttert stand.
Wichtiges zur Hygiene
Glutenfreie Sauerteige sind empfindlicher als solche mit Gluten und können leicht schimmeln.
- Arbeite immer mit sorgfältig gereinigten Gläsern und Utensilien.
- Wir empfehlen dringend, das Glas zu dämpfen (oder mit kochendem Wasser auszuspülen oder im Ofen bei 100 °C zu erhitzen), um dem Sauerteig eine sichere Umgebung zu bieten.
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